Luxemburg erhöht die Steuern auf Tabakprodukte, ohne jedoch den Preisunterschied zu den Nachbarländern wesentlich zu verringern. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit europäischen Bestrebungen, den Tabakkonsum zu reduzieren und den grenzüberschreitenden Einkauf von Zigaretten einzuschränken.
Trotz der Steueranpassung bleiben Tabakwaren im Großherzogtum deutlich günstiger als in der Großregion. Dadurch erzielt der Staat weiterhin hohe Einnahmen aus dem Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten. Im Jahr 2023 flossen mehr als 1,3 Milliarden Euro aus Abgaben und Mehrwertsteuer auf Tabakwaren in die Staatskasse, was rund fünf Prozent der gesamten Staatseinnahmen entspricht.
Ab Oktober werden zudem E-Liquids für elektronische Zigaretten sowie Nikotinbeutel erstmals besteuert. Gleichzeitig stiegen die Verkäufe von Zigaretten und losem Tabak in den vergangenen Jahren deutlich an.
Auf europäischer Ebene wird weiterhin über eine Überarbeitung der Tabakbesteuerung diskutiert. Ziel ist es, gemeinsame Mindeststandards festzulegen und den Tabakkonsum stärker einzudämmen. Die Europäische Kommission betrachtet Steuererhöhungen als ein wichtiges Instrument der Prävention, insbesondere bei jungen Menschen, verweist jedoch darauf, dass die Umsetzung weitgehend in der Verantwortung der Mitgliedstaaten liegt.
Auch das luxemburgische Gesundheitsministerium sieht höhere Tabaksteuern als wirksames Mittel zur Verringerung des Konsums. Gleichzeitig bleibt Rauchen ein bedeutendes Gesundheitsproblem. Tabakkonsum gilt weiterhin als eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Krebs und vorzeitige Todesfälle in Europa. In Luxemburg wurden 2022 rund 28 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahren als Raucher eingestuft.
L’article était intialement publié dans le Luxembourg Times.
La traduction et traitement de texte par Thomas Klein
Source Publié au Luxemburger Wort le 14/05/2024